D-Tour 2022 – Tag 27 – Detmold – Telgte

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Bericht – Fr, 10.06.2022

Wie vermutet, war die Wäsche heute morgen noch nicht ganz trocken, aber da die Sonne rauskam und auch ein leichter Wind ging, war es nur eine Frage der Zeit.

Beim morgentlichen Speichencheck hatte ich wieder eine der alten, schwarzen Speichen in der Hand. Optisch saß die zwar noch wie sie soll, aber war schon so vorgeschädigt, dass sie bei leichtem Druck sofort ganz brach. Also heute mal wieder eine Speiche… aber ich habe ja jetzt wieder genug Reserve. Kein Problem.

Los ging es dann mit frischen, trockenen Klamotten und einer neuen Speiche um 11 Uhr.

Schon im ersten Ort – Augustburg – fand ich einen REWE mit Bäcker, wo ich mich für den Tag mit Verpflegung eindecken konnte.

In Stukenbrock begrüßt mich mein Lieblingstier (Elefant) auf einem Kreisverkehr. – Ok, eigentlich eine Werbung für den Safari-Park, aber trotzdem nette “Deko” für den Kreisverkehr.

Und kurz danach kam ich an Schloß Holte vorbei, welches von einem Wassergraben umgeben ist. Ich dachte ja immer, dass der Ort “Schloß Holte-Stukenbrock” nach dem Schloss derer von Holte-Stukenbrock benannt sei, aber – nein – die Stadt besteht aus den beiden Ortsteilen “Schloß Holte” und “Stukenbrock”.

Am Schloss vorbei fließt der Ölbach… aber zum Glück sah das Wasser schön klar aus.

Bald schon kam ich nach Harsewinkel und am Werk des bekannten Mähdrescher-Hersteller Claas vorbei.

Die Stadt scheint sehr stolz auf die Firma zu sein, denn die schreiben sogar auf ihr Ortsschild “Die Mähdrescherstadt”! Wow.

Die Mähdrescher sehen ungefähr so aus. – Man beachte auch die kuh-le Adresse: Kuhstraße 1.

Nach Harsewinkel überquere ich zum ersten von insgesamt fünf Mal heute die Ems. – Da fällt mir ein, dass ich den Emsradweg auch irgendwann mal fahren möchte. Von der Quelle zur Nordsee oder andersherum. Irgendwann mal später vielleicht… denn zumindest für dieses Jahr reicht’s mit den größeren Touren erstmal.

Mittlerweile bin ich in Telgte auf einem Campingplatz an der Ems. Hier gibt es zwar eigentlich auch eine Strompauschale, aber, da ich ja wirklich nur 1 kWh brauche, fragte mich die Chefin, ob ich mit einem Euro (statt der 3,- oder 3,50 €) einverständen wäre. Klar! – So hat mich die Übernachtung heute mit Strom 14 € gekostet, wobei die Sanitäranlagen absolut top sind! Alles sehr schön, neu, groß, hell, sauber. Was für ein Unterschied zu gestern. Und das Personal ist auch sehr nett, professionell, aber irgendwie auch gechillt. Super.

Übrigens, eigentlich hatte ich damit geliebäugelt, noch 15 km weiter zu fahren und auf einem Campingplatz bei Münster zu übernachten. Das hätte ich auch noch locker geschafft… aber dann habe ich auf deren Preisliste gesehen, dass eine einzelne Übernachtung wohl pauschal 35,- € kosten würde. Normale Tagespreise sind erst ab einem Aufenthalt von drei Tagen gültig. Sagt mal, geht’s noch? Ihr spinnt doch wohl! Was für Nepp! Naja, so kann man eben auch indirekt sagen, dass man keine Gäste für nur eine Nacht will. – Als ich das gelesen habe, wollte ich plötzlich gar nicht mehr nach Münster, sondern habe mich auf den etwas früheren Campingplatz in Telgte gefreut, was eine sehr gute Wahl war. Daher heute “nur” 89 km, obwohl es kaum Höhenmeter zu bewältigen gab.

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Stefan Leupers ist verheiratet und hat zwei Töchter. Seinen ersten Computer bekam er 1984 mit 11 Jahren. Er studierte Diplom-Informatik an der RWTH Aachen und beschäftigt sich seit 1993 mit Linux. Zu seinen Interessentgebieten zählen seit dem Studium Kommunikationssysteme sowie seit 2013 auch Heimautomation; insbesondere FHEM. Seit 2016 fährt er Liegedreirad und seit 2018 Elektroauto. Die Elektroautos werden - zumindest von Frühling bis Herbst - vorwiegend mit selbst erzeugtem PV-Strom vom eigenen Dach geladen.

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